22.07.2013

Die DM-Teilnehmer im Interview: Dirk Braun

Die DM-Teilnehmer im Interview: Dirk Braun

In wenigen Tagen ist es soweit – der Showdown der besten Sportholzfäller des Landes:
Am 27. Juli 2013 treten die Top Ten in sechs packenden Disziplinen gegeneinander an.
Wer hat die Kraft, Schnelligkeit und Präzision am Holz? Wer behält dabei die Nerven?
Vor der spektakulären Kulisse der Schattenbergschanze in der Erdinger Arena in Oberstdorf entscheidet sich wer deutscher Meister 2013 der STIHL TIMBERSPORTS® SERIES wird.

Um euch auf die DM einzustimmen stellen wir euch hier die zehn Athleten etwas genauer vor.
Zusätzlich zu einem kleinen Interview findet ihr hier weitere Infos zu den Sportlern.
Wer den Teilnehmern seine Unterstützung geben möchte, z.B. mit einem Motivationsspruch, kann dies auf der offiziellen Facebook Page der STIHL TIMBERSPORTS® SERIES tun.

Name: Dirk Braun
Wohnort: Winterberg
Geburtsdatum: 27.02.1970
Familienstand: verheiratet, 3 Kinder
Beruf: Forstwirt
Sportholzfäller seit: 2003


1. Kurz vor dem Wettkampf oder einer Disziplin sieht man dich oft mit Kopfhörern. Was hörst du dir an kurz bevor es losgeht?
Bei mir läuft hauptsächlich 80er Jahre Musik. Pink Floyd, U2, Fleetwood Mac, solche Sachen. Songs und Bands, die Aussagekraft haben und nicht nur lalala singen. So kann ich mich ganz auf mich konzentrieren und werde von niemandem gestört.

2. Du bist schon seit 2003 bei den STIHL TIMBERSPORTS® SERIES dabei. Wie beurteilst du die Nachwuchssportler, die jedes Jahr neu dazukommen?
Sehr stark. Man merkt schon, dass da immer mehr richtig gute Sportler nachkommen. Es sind immer so 2, 3 dabei, die echt talentiert sind. Das bringt immer wieder frischen Wind in die Serie und erhöht aber auch den Druck auf die restlichen Athleten, die schon länger dabei sind.

3. Wie gehst du mit Niederlagen um?
Generell gehe ich entspannt mit Niederlagen um. Wenn ein anderer Sportler besser war als ich, dann ist das so und ich gönne es demjenigen auch. Damit kann ich gut leben. Womit ich weniger entspannt umgehen kann ist, wenn es unfair zuging und sich ein Gegner dadurch Vorteile verschafft hat oder wenn unnötig Strafpunkte vergeben werden. Das macht mich dann schon richtig wütend.

4. Wie ist die Stimmung im Sportlerzelt vor einem großen Wettkampf?
Entspannt und angespannt zu gleich. Jeder Sportler geht natürlich anders mit der Situation vorm Wettkampf um. Viele suchen sich ihr eigenes Plätzchen, gehen in sich und konzentrieren sich. Trotzdem bleibt die Stimmung locker.

5. Hast du einen Glücksbringer, den du mit auf Wettkämpfe nimmst und bei dir trägst?
Ich ziehe immer die gleiche Unterhose an und wasche sie nie (lacht). Nein, Spaß.
Die innere Stärke ist entscheidend. Nur wenn du innen die Kraft spürst, kannst du sie auch rauslassen. Da hilft dir kein Glücksbringer, das musst du dir erarbeiten. Aberglaube hilft nur solange, wie alles funktioniert. Aber was ist wenn nicht; war dann der Glücksbringer Schuld oder habe ich mich nicht in der richtigen Reihenfolge angezogen? 
Die Fragen brauche ich mir nicht stellen, denn am Ende des Tages bin nur ich allein dran Schuld und trage die Verantwortung für mein Versagen und nicht meine Unterhose. Das Gleiche gilt auch, wenn ich einen guten Wettkampf mache.