19.07.2013

Auch in Europa wurden die ersten nationalen Meister gekürt

Auch in Europa wurden die ersten nationalen Meister gekürt

In Italien, Benelux und die Schweiz fanden im Juni Landesmeisterschaften statt

Vor der malerischen Dolomitenlandschaft von Auronzo di Cadore  fand Mitte Juni die Italienische Meisterschaft der Stihl Timbersports Series statt; rund 3.000 begeisterte Zuschauer feuerten die zwölf Sportler an, die um Medaillen kämpften. Die Nase vorne hatte am Ende Paolo Vicenzi vor Riccardo Ambrosini und Andrea Rossi, dem Vorjahres-Meister. Vicenzi zeigte während des gesamten Wettkampfs eine kontinuierlich gute Leistung mit Bestzeiten in drei Disziplinen. Er wurde knapp gefolgt von Rossi, der ebenfalls mehrfach Bestleistungen zeigte, aber am Ende den Sieg durch eine Disqualifikation an der Hot Saw verlor. Darüber hinaus stellte Rossi  an der Single Buck sowie beim Underhand neue nationale Rekorde auf.

Bei den Benelux-Meisterschaften 2013, die ebenfalls Mitte Juni im belgischen Sint Truiden stattfanden, wurde auch der niederländische Champion neu gekürt: Martijn Harms landete insgesamt auf dem zweiten Rang und setzte sich im niederländichen Sportlerfeld ganz knapp gegen den mehrfachen Meister Rik van Drielen und den Vorjahres-Meister Eelco de Beer durch. Den Gesamtsieg errang der Belgier David Bergen mit einer souveränen Leistung: Zwei von drei Axt-Disziplinen gingen mit Bestzeiten an ihn, zwei Säge-Disziplinen schloss er mit der zweitbesten Zeit ab. Mit dieser durchgängig guten Leistung setzte sich Bergen deutlich von der Konkurrenz ab und stieg aufs Siegerpodest. Die Riege der Benelux-Sportler, die bei der WM 2013 in Stuttgart antreten, vervollständigt der Luxemburger Marc Hermes.

Und auch bei der Schweizer Meisterschaft Ende Juni in Brienz, dem WM-Austragungsort von 2009, gabs vor rund 3.000 Zuschauern eine Überraschung: Christophe Geissler musste den Schweizer Meistertitel an Toni Flückiger abgeben – und auch hier war es die Hot Saw, die am Ende alles auf den Kopf stellte. Bis zu dieser Disziplin führte Geissler das Feld aus 14 Sportholzfällern nahezu unangefochten an. Doch mit der Rennmotorsäge schnitt der mehrfache WM-Teilnehmer aus Aigle im Kanton Waadt außerhalb der Markierung und landete so nur noch auf dem dritten Rang. Glücklicher Sieger wurde Toni Flückiger gefolgt von Thomas Gerber auf Platz zwei. Flückiger zeigte sich  nach seinem Sieg höchst erfreut und scherzte: „Ich freue mich total, damit habe ich nicht gerechnet! Bei meinem vollen Terminkalender muss ich erstmal sehen, ob ich überhaupt zur WM nach Stuttgart fahren kann."